Gründung unseres Dojo in Dietfurt
Im Jahre 1991 eröffnete Johann Toth, unser jetziger Cheftrainer, eine Karateschule in Dietfurt, damals als Abteilung des ortsansässigen Großvereins. Nach einem mehrjährigen, unbefriedigendem Miteinander im Schatten des Fußballs verließen unsere Karateka den Verein. Nach dem Weggang von Johann Toth führte Erwin Zacherl die Gruppe weiter.
Im Jahr 2000 kehrte Johann Toth nach 4-jähriger Abwesenheit nach Dietfurt zurück. Bereits 1999 hatte er, damals als Leiter der Dojo Freital/Dresden, Tharandt und Görlitz die Seibukan Organisation TOKO verlassen. Zusammen mit Horst Meier, Erwin Zacherl und anderen Altmitgliedern des Dojo Dietfurt initiierte er die Gründung eines eigenen Vereins.
Ende 2003 begann der Umbau von Räumen der ehemaligen Grundschule Dietfurt und nach 1600 Arbeitstunden Eigenleistung konnte „unser“ Dojo im März 2004 eingeweiht werden.
Nach der Trennung vom Seibukan Karate werden die Kata und die meisten Techniken dieser Stilrichtung weiterhin trainiert, manche wurden verändert und den eigenen Bedürfnissen angepasst, einige neu ins Trainingsprogramm aufgenommen und andere entfernt. Kommentar:
In den letzten beiden Jahrzehnten hat sich das traditionelle Karate in vielen Fällen leider dem Streben nach Macht, Anerkennung und Erfolg untergeordnet, Verbandsbürokraten bestimmen heute vielfach über in Jahrhunderten gewachsenen Werten. Manche so genannte Meister, die angeblich das „Do“ leben, scheuen sich nicht, die Werte des Do wie Toleranz, Bescheidenheit, Großmut und Nachsicht mit Füßen zu treten. Sie wollen „hoch“ hinaus, im wahrsten Sinne des Wortes und ohne Rücksicht auf andere. Ihr Wort ist Gesetz, Meinungen untergeordneter Graduierungen sind nicht gefragt. Selbsternannte "Hüter und Bewahrer" des Budo versuchen mit allen Mitteln, das Eindringen in "ihre Domäne" zu verhindern, und sprechen nichtorganisierten Vereinen und Privatpersonen das Recht auf eigene Entwicklung ab. Unabhängigen Schulen wie wir in Dietfurt, die sich weder irgendeinem Verband noch einem Großmeister anschließen wollen, ist die Häme und der Spott solcher Leute sicher. Jeder kann, unter Beachtung der bestehenden Gesetze, tun und lassen was er will. Wir wollen Kampfkunst trainieren wie wir es wollen. Einfach weil wir große Freude daran haben, so zu trainieren wie wir es für richtig halten, und weil es uns egal ist, was andere über uns denken und sagen. Ich bin stolz auf meine Schüler, weil sie nicht nur gute Vertreter unserer Kampfkunst sind, sondern auch gelernt haben, vor anderen Menschen Respekt zu haben. Wir brauchen kein Kotau! Johann Toth |